Wohnung oder Haus mit Garten

Bereits im November 2013 hatten wir den Wunsch irgendwann in unsere eigenen vier Wände ziehen zu wollen. Wir stellten relativ schnell fest, dass beides, also Wohnung wie auch Haus, seine Vor- und Nachteile hat. Also begannen wir, die Vor- und Nachteile abzuwiegen.

  1. Eine Wohnung kann zentral in einer Stadt gelegen sein.  Das hat man heutzutage bei Grundstücken eigentlich nicht mehr. Es sei denn, man zahlt ordentlich für den Quadratmeter. Dafür liegen Grundstücke eher in der Natur. Oft sind Wälder, Seen, tolle Freizeitmöglichkeiten wie Fahrradwege, Flüsse auf denen man Bootstouren machen kann u.ä. nicht weit entfernt. Trotzdem kann die Infrastruktur ein großes Problem sein. So können Autobahnanbindung, die Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr und der Weg zur Abreit ein ausschlaggebendes Argument sein.

2. Ein weiterer Punkt sind die Anschaffungskosten. Diese sind bei einer Wohnung gut kalkulierbar. Bei einem Haus muss man sehr genau auf den Anbieter schauen, inwiefern dieser sämtliche Kosten transparent aufschlüsselt. Selbst wenn diese im Vorhinein aufgeschlüsselt sind, kann es passieren, dass die Bauherren während des Baus zusätzliche Wünsche haben, die auch zusätzlich Geld kosten. Ein Haus wird sehr oft teurer als ursprünglich geplant.

3. Betrachtet man die laufenden Kosten, fällt einem ins Auge, dass bei einem Wohnungskauf zusätzlich zur monatlichen Kreditrate Hausgeld anfällt. Das ist die Rücklage für Instandsetzungen am Haus. Diese schwanken teils sehr. Wir hatten Beträge zwischen 300 – 800 € gesehen. Das wussten wir bis dahin nicht und hat uns zum Staunen gebracht. Über die Verwendung des Geldes wird in der Regel im Rahmen der Hausgemeinschaft entschieden. Baut man ein Haus kann man selbst entscheiden, wieviel Geld man für Reparaturen und Instandhaltung beiseite legt und auch allein entscheiden, wofür das Geld verwendet wird.

4. Auch spielt die Gestaltungsfreiheit eine Rolle der Wahl der passenden Immobilie. Häuser kann man in der Regel mit planen und seine Vorstellungen einbringen. Bei Wohnungen hat man meist nur sehr wenig Spielraum.

5. Bei einer Wohnung müsste man sich nicht um einen Garten kümmern, der möglichst immer grün und gepflegt ausschauen soll.  Bei einem Haus mit Garten hat man immer die Verpflichtung, sich um das Grün zu kümmern. Manch einer kann sich das überhaupt nicht vorstellen. Ein anderer geht dabei total auf und findet in der Gartenarbeit seine tiefe Entspannung.

6. Wer die Anonymität eines Mehrfamilienhauses mag, bevorzugt wahrscheinlich auch eher eine Wohnung.

7. Kauft man eine  Wohnung, besteht die Grundregel in gegenseitiger Rücksichtnahme. Man muss sich darauf verlassen, dass das direkte nebeneinander Wohnen friedlich abläuft. Wer geräuschsensibel ist, sollte an der Stelle nochmal überlegen, ob eine Wohnung das Richtige ist, sofern sie nicht unbedingt im Dachgeschoss liegt.

All diejenigen, die sich noch unschlüssig sind, da sie nicht wissen, ob Wohnung oder Haus nun das Richtige ist, sei gesagt, dass das auch bei uns ein Findungsprozess war. Wir haben ungefähr drei Monate gebraucht, eh wir wussten, dass für uns ein Haus mit Grundstück perfekt wäre.

Wir träumen von der Ruhe, die uns eine Stadt nicht bieten kann. Außerdem möchten wir unser Fleckchen Grün haben, auf dem wir unseren kleinen Kräuter-, Gemüse- und Obstgarten bewirtschaften können. Auch für unsere Kinder stellen wir uns das Aufwachsen schöner in einem Haus vor.
Wir haben leider auch schlechte Erfahrungen mit unseren Untermietern unserer Mietwohnung gemacht. Das war wieder ein Argument, welches für ein Haus spricht. Wir können wann immer wir wollen im Haus so laut sein, wie wir Lust darauf haben und unsere Nachbarn auch. Das wird niemanden stören.
Außerdem konnten wir unseren Träumen freien Lauf lassen und uns so an unser „Traumschloss“ herantasten.