Haus mit Garten: Aber mit wem und wo? (Teil1)

Der klassische Weg, ein Haus zu bauen, beginnt in der Regel mit der Grundstückssuche.

Während unserer „Findungsphase“ hatten wir relativ schnell festgestellt, dass wir nicht in Potsdam bleiben werden. Die Grundstücke, die es gab, hatten uns nicht gefallen (zu klein, zu groß, Lage) und waren auch zu teuer. Am Ende muss man abwägen, ob man den Preis pro qm auch bereit ist zu zahlen. Das war uns Potsdam einfach nicht wert.
Bis dahin beschränkte sich unsere Suche auf die üblichen Internetseiten und auch auf Angebote von Maklern aus der Region. Aber die Ausbeute war eher schlecht als recht.
So kam es, dass wir nach Hausbaufirmen suchten, die einen integrierten Grundstückssuchservice anbieten. An dieser Stelle fragten wir uns, ob für uns ein Fertigteilhaus oder eher ein Massivhaus in Frage kommt. Außerdem beschäftige uns, wie wir DIE Hausbaufirma finden, mit der uns auch wohl ist. Man hört ja aus dem Freundeskreis und auch aus den Medien viel Schlechtes. So wollten wir natürlich diese Dinge vermeiden.

Wir begannen unseren Auftakt mit einer Fertigteilfirma. Schon während des ersten Gesprächs wurde uns klar, dass wir Fertigteilhäusern eher skeptisch gegenüberstehen. Uns konnte man beispielsweise nicht plausibel erklären, was sich in den tragenden Wänden für Material befindet und wie genau dieses funktioniert, so dass keine späteren Mängel, wie Feuchtigkeit, auftreten.
Beim zweiten Gespräch schoss der Berater knappe 50.000€ über das beim letzten Mal geschätzte Budget des Hauses hinaus, dafür gabs eine Vespa dazu ;-). Das war ein spezielles Angebot.
Auch war die Kostentransparenz überhaupt nicht gegeben. Uns hatte er gesagt, ein bisschen Grunderwerbsteuer, Erschließungskosten und eventuell Maklerkosten für das Grundstück fallen während des Baus an. Da wurden wir hellhörig, da wir von Freunden mehr Details erfahren hatten, als uns der Berater geben wollte. Für uns stand fest an dieser Stelle, dass wir kein Fertigteilhaus bauen werden.

Den nächsten Termin hatten wir dann mit einer Massivhausfirma. Dort wurde uns ein Sammlung an Grundrissen gezeigt. Aber mit keinem konnten wir uns identifizieren. Die Beratung empfanden wir als besser. Aber hellhörig wurden wir, als uns gesagt wurde, dass sie ca. 10 Häuser im Jahr bauen. Wir möchten keiner kleinen Firma unterstellen, dass sie Häuser nicht bauen können. Aber uns schwebten Themen wir Bauverzögerung, Insolvenz des Unternehmens und auch fehlende interne Strukturen der Baufirma vor Augen. Wir suchten nach Sicherheit und weiter nach der für uns passenden Hausfirma.

Im Laufe der Zeit stießen wir auch auf eine ansässige Firma in Werder. Einige Grundstücke, die in Werder zu finden waren, wurden über die Firma bebaut. Doch nach einer kurzen Recherche im Bundesanzeiger stellten wir fest, dass die Firma schon Mal insolvent war und die Misswirtschaft in der neuen Firmierung mit den gleichen Gesellschaftern und Geschäftsführern anhielt. Ein Grund nicht mit einem Unternehmen zu bauen! In einem Rohbau wohnt es sich bekanntlich schlecht.

Ein weiteres Gespräch hatten wir bei Town & Country . Dort fühlten wir uns von Anfang an sehr gut beraten. Unsere Fragen wurden alle beantwortet und auch die Kostenaufschlüsselung rund um den Hausbau wurden von der Firma sehr transparent gestaltet. Im ersten Gespräch hatten wir dann auch einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten von Grundrissen und Haustypen (Spitzdach, Bungalow, Stadtvilla) gewonnen. Uns gefiel, was uns angeboten wurde.
So stand weiteren Gesprächen mit unserer künftigen Hausbaufirma nichts im Wege.

Hier nochmal kurz die Zusammenfassung:
1. Man muss sich fragen, ob man ein Fertigteil oder eher Massivhaus bauen möchte.
2. Die Kostentransparenz sollte von seriösen Firmen dargelegt werden (Baustrom, Baustraße, Bodenaustausch, Notar etc.)
3. Eine kurze Recherche im Bundesanzeiger gibt Aufschluss über die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens.
4. Die Beratung muss seriös ablaufen und es sollten auch möglichst alle Fragen beantwortet werden können. Der letzte Punkt ist aber wohl eher Gefühlssache.