Die Ortssuche

Zu Beginn unserer Suche nach dem perfekten Ort nahmen wir uns eine Karte von Potsdams Umgebung. Wir hatten uns erstmal einen Überblick über die möglichen Optionen geschaffen.

Folgende Punkte waren uns bei der Wahl des Ortes wichtig:
1) Wir wollten beide mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Arbeit kommen. Mein Mann arbeitet in Berlin und ich in Potsdam. Der Berufsverkehr ist eine Katastrophe. Das wollten wir unbedingt vermeiden.

2) Perspektivisch wird der BER vielleicht doch in den nächsten 10-30 Jahren eröffnet. Aus diesem Grund hatten wir uns auch die Flugrouten des künftigen Flughafens angeschaut. Leider fielen dadurch schon viele Orte / Stadtteile weg, die südlich von Berlin sind wie beispielsweise Teltow / Kleinmachnow.

3) Wir wollten eine vernünftige Infrastuktur haben. Kita, Schulen, Einkaufmöglichkeiten und auch eine Auswahl an Restaurants waren uns wichtig.

Mit diesen drei Punkten haben wir uns auf die Suche begeben.
In die vorerst engere Auswahl kamen Michendorf und Werder. In beiden Orten war ich vorher nie bewusst. So begannen wir an einem verregnetem Sonntag die Fahrt Richtung Michendorf. Unsere Beraterin von Town und Country hatte dort auch ein Grundstück im Angebot. Das bot sich also an.
Dort angekommen, waren wir nicht so richtig begeistert. Ich für meinen Teil wusste, dass ich nicht nach Michendorf möchte. Mir hat es einfach nicht zugesagt. Irgendwie war gar nichts los. Der Ort beschränkt sich auf Kita, Schulen, Supermärkte und den Bahnhof. Manch einer mag es, für mich wäre es nichts.
Also ging die Reise weiter nach Werder. Es war wie Schicksal. Auf dem Weg dort hin, hatte die Sonne angefangen zu scheinen. Als wir über das Wasser fuhren, zeigte sich die Stadt gleich in voller Schönheit. Für mich war es Liebe auf den ersten Blick. Die Sonne, die Natur, das Wasser … einfach herrlich. Werder hat natürlich auch einen Bahnhof, relativ viele Einkaufmöglichkeiten, Kitas, Schulen, aber auch Restaurants. Wahrscheinlich hatte ich meinen Mann mit meiner Euphorie angesteckt. Es war ein wunderbares Gefühl zu wissen, wo die Reise hingehen wird und auch vorerst „enden“ wird.