Der Innenausbau: finale, detaillierte Gedanken zu Elektro

Am Donnerstag, den 28.07.2016, hatten wir den Termin mit unserem Elektriker. Die Vorbereitung darauf, war schon etwas schwieriger. Im Vorhinein wurde mir gesagt, dass der Termin drei Stunden dauern wird. Drei Stunden klang viel, sollte am Ende aber trotzdem nicht reichen.

Wir sollten uns über folgende Punkte Gedanken machen:

  • Wo kommt welche Steckdose hin und wieviele?
  • Lage der Lampenausgänge
  • Lichtschalter und Wechselschalter
  • Beleuchtung draußen
  • Strom draußen
  • SAT-Anlage

So qualmten unsere Köpfe am Sonntag und die ganze kommende Woche bis zum Termin mit dem Elektriker. Die grundsätzliche Frage, die sich uns stellte war, wie richten wir unsere Zimmer ein. In etwa wussten wir das schon, aber wenn man die Steckdosenpositionierung und auch die Lampenausgänge definiert, hilft ungefähr gar nicht.
Mittwoch Abend dachten wir, gut vorbereitet zu sein. Wir waren auch fest in dem Glauben, dass wir die drei Stunden nicht ausschöpfen werden, da wir ja so „gut“ 🙂 vorbereitet sind. Um es vorweg zu nehmen, aus drei wurden vier Stunden.

Wir begannen im Hausflur. Dort zeigte uns der Elektriker das erste Problem auf. Die Frage war, wo wir das Flurlicht anmachen und wo ausschalten können. Über alle Laufwege hatten wir im Vorhinein doch nicht nachgedacht. Kommen wir zur Haustür herein, möchten wir auch neben der Hauseingangstür einen Lichtschalter haben. Aber es scheint doch sinnvoll, das Licht an- oder ausschalten zu können, wenn wir die Küche oder das Wohnzimmer betreten. Hinzu kam dann die Entscheidung über Steckdosen, TV und Multimediadose (Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen. Ich bin nicht der Techniker in unserem Haushalt.) Diese Punkte sind wir Raum für Raum durchgegangen.
Im Nachgang hatte es doch geholfen, dass wir uns am Wochenende ganz altmodisch hingesetzt hatten und unsere Räume auf Papier maßstabsgetreu gezeichnet und in 2D eingerichtet hatten.
Gerade bei der Bemaßung der Lichtausgänge im Wohnzimmer war schon ein genaues Maß gefragt. Die Lampen sollen zumindest vorerst über Wohnzimmer- und Esstisch und nicht daneben hängen. Da half uns übrigens auch sehr, dass der Elektriker im künftigen Wohnzimmer die Möbel mit guten alten Bleistiftstrich auf dem Boden andeutete. (Also ruhig zum Planungstermin die Maße aller wichtigen Möbel mitnehmen. 😉 )
Einschränkungen gab es für uns dann noch im Obergeschoss. Da kann man planen wie man will, aber wenn die Steckdosen oder Bettlichtschalter dann plötzlich auf Höhe des Ringankers (Stahlbetoneinfassung zur Stabilisierung der Dachkonstruktion) liegen, wird da keine Steckdose ihren Platz finden. Also kommt sie woanders hin.
Interessant waren auch Punkte, wie unsere Badplanung. Die geplante Vorwand im oberen Bad reicht fast bis zur Tür. Aus unserer Planung geht hervor, dass dort ca. 13 cm Platz ist. Leider ist das zu wenig Platz, um dort einen Lichtschalter oder eine Steckdose zu positionieren. Wir haben den Punkt abändern lassen. Noch geht das ja im Obergeschoss.
Die Liste war gefühlt zumindest endlos.
Es endete mit den Entscheidungen, wo wir außerhalb des Hauses Licht haben möchten und wieviele Stromkabel wir nach außen führen werden, um beispielsweise unter dem Carport und in der späteren Werkstatt über Strom … also auch Licht- oder Starkstrom 🙂 zu verfügen. Die Klingel ist natürlich auch nicht zu vernachlässigen.
Interessant fanden wir auch, dass unsere Hausbaufirma zusätzliche Elemente wie ein Multimediapaket anbietet. Aus den Zeichnungen geht eine Verkabelung zum Dach / SAT-Anlage hervor, die aber im Vertrag nicht inkludiert ist.Komisch, komisch… 🙁 Darauf hat uns der Elektriker gleich hingewiesen.

In der Summe fühlten wir uns am Ende doch nicht so gut vorbereitet, wie wir dachten. Aber die Beratung des Elektrikers war super.  😀
Nun warten wir gespannt auf den Kostenvoranschlag zu den zusätzlichen Elementen, die wir gern haben möchten. Wir sind gespannt.

NACHTRAG: Der Kostenvoranschlag ist am 01.08.2016 bei uns eingegangen. Uns blieb kurz die Spucke weg. Wir prüfen den KVA heute noch gegen und schauen, ob das alles so passt. Aber letztendlich werden wir auf bestimmte „fundamentale“ Sachen nicht verzichten wollen.