Die Gerüstbrücke: Sinn oder Unsinn?!

Ich kann leider nicht anders, aber ich muss noch kurz ein paar Worte zum Thema Gerüstbrücke loswerden.

Dieses Thema „Gerüstbrücke“ begegnete uns zum ersten Mal im Planungsgespräch, als es um die endgültigen Details  für den Bauantrag und auch die Bemusterung ging. Den Bauvertrag hatten wir schon ein Jahr zuvor abgeschlossen. Dort wurde nicht mal im Ansatz von einer Gerüstbrücke gesprochen.
In unserem Gespräch wurde also gefragt, ob wir diese Gerüstbrücke für 285,00 € hinzukaufen möchten mit der Anmerkung, dass ohne Gerüstbrücke die Medien nicht ins Haus gelegt werden können. Ich empfand und empfinde das Thema nach wie vor als faden Beigeschmack. Mein erster Gedanke dazu war, wieso das Gerüst nicht gleich so aufgebaut wird, dass die Medien alle ins Haus gelegt werden können. Dafür bezahlt man schließlich eine Menge Geld. So richtig konnte man uns auch nicht erklären, was diese Gerüstbrücke so auszeichnet und so besonders macht.

Im Nachgang habe ich so allmählich verstanden, was die Gerüstbrücke kann. Ein längeres Stück des Gerüsts kann so ohne Träger, der auf dem Boden verankert wird, quasi schwebend das Gerüst halten. Es fehlen eine oder mehrere vertikale Bodenstützen, die durch eine horizontal verbaute Gerüstbrücke, dem Gerüst nach wie vor die notwendige Stabilität geben.

Das klingt soweit einleuchtend. Nur macht die Gerüstbrücke je nach Lage des Hauses und den Gegebenheiten vor Ort Sinn oder eben keinen Sinn. Bei uns macht sie keinen Sinn.
Wir hatten das Glück, dass die Gerüstbauer oder der Auftraggeber vergessen hatten, die Gerüstbrücke zu ordern. So hatten wir die Möglichkeit, die Gerüstbrücke abzubestellen und stattdessen einen Teilabbau des Gerüsts zu beauftragen.
Unsere Medien führen seitlich am Haus Richtung Straße vorbei. Dafür muss das Gerüst abgebaut werden. Da hilft auch keine Brücke.
Was mich wirklich, wirklich an dieser Stelle ärgert ist, dass in diesem besagten Gespräch erstens der Nutzen nicht wirklich erläutert werden konnte. Uns wurde nur gesagt, das brauchen wir ganz dringend, ohne geht nicht.
Zweitens wurde uns mitgeteilt, dass dieses Ding teuer wird, wenn man es nicht im Planungsgespräch sondern erst während des Baus beauftragt.
Drittens hätte die Planerin unserer Hausbaufirma sich mit unseren Grundstücksgegebenheiten und der Ausrichtung des Hauses bzw. HWR auseinandersetzen können. Auch sollte der Planung klar sein, dass wir die Medien nicht unter unserem künftigen Carport verlegen lassen werden. Nur ein kurzer Gedanke zur Logik und Gegebenheiten hätten gereicht, um recht schnell feststellen können, dass eine Gerüstbrücke für uns absoluter Unsinn ist.

Aber für die Medien sind wir als Bauherren zuständig. Vielleicht interessiert das an der Stelle deshalb nicht.  😕