Archiv der Kategorie: OFFEN

Der Innenausbau: Probleme – Lichtschalter im KZ und Stufe im Bad

Kein Hausbau wird gänzlich ohne Probleme ablaufen. So gab es auch bei uns ein paar kleinere und größere Kleinigkeiten, die nicht so super gelaufen sind und in unseren Augen auch nicht schön gelöst wurden seitens unserer Hausbaufirma.

Ein Thema, welches wir bereits in der Planung angesprochen hatten, war der Lichtschalter zwischen Tür und Schornstein im Kinderzimmer. Schon auf dem Papier sah es so aus, dass der Platz für einen Lichtschalter ziemlich eng bemessen ist. Im Planungsgespräch wurde uns gesagt, dass es ein Standardhaus sei und natürlich passt.
Hmmm…nun ist der Trockenbau mittlerweile fertig und der Termin mit dem Elektriker fand auch statt. Er war sprachlos, wie man sowas im Standard bauen kann. Der Platz für den Lichtschalter hat natürlich nicht gereicht. Die Frage ist nun, wohin mit dem Lichtschalter. Hinter die Tür? Oder doch in den Flur? Macht doch beides keinen Sinn.
Wir sind nun so verblieben, dass der Türrahmen auf der Seite, wo der Lichtschalter auch ursprünglich angedacht war, ein bisschen schmaler gemacht wird.
Wir schütteln noch immer mit dem Kopf.
Wären wir uns dem Problem bewusst gewesen, hätten wir den Schornstein 5 cm versetzt geplant.

Ein weiteres durchaus noch spannenderes Thema war das Entlüftungsrohr der Gästebadtoilette, welches ins obere Bad führt, was soweit ja auch Sinn macht. Problem ist hier, dass die Wände der beiden Bäder nicht exakt aufeinander verlaufen. Deshalb muss das besagte Rohr einen Knick machen, um oben nicht mitten im Raum zu stehen.
Auch hier hatten wir im Planungsgespräch nachgefragt, ob der Knick im Boden verschwinden kann. War alles kein Problem … in der Theorie.
Der Bau ging los, die Zwischendecke wurde gegossen, leider aber ohne Aussparrung. Erst die Sani-Firma macht uns darauf aufmerksam, dass wir hier nun die Wahl haben, eine Stufe hinten an der Wand zu haben oder eben eine Monster Vorwand, die das Rohr ummantelt und die komplette Höhe des Raums einnimmt. Ähm…wir dachten beide, dass wir uns verhört haben. Mein Mann fragte auch nochmal nach „geht nicht … Oder eher … Geht jetzt nicht mehr“ und der nette Herr von der Sani-Firma meinte: „Geht jetzt nicht mehr“. Geilomat!!! Geplant war schließlich etwas anderes und das war für uns schon eine größere Sache, da es einfach hässlich, unpraktisch und vermeidbar gewesen wäre.
Auch die Trockenbauer waren erschüttert von der Fehlplanung. Sie meinten zur Bauleiterin: „Ist das Euer Ernst? Das ist ein Neubau und kein Altbau? Wer hat denn so was geplant … Eher verplant?“ Auch wir hatten unzählige Telefonate mit unserer Bauleitung. Ein Lösungsvorschlag, der uns noch hängengeblieben ist, „Stellen Sie doch einen Schrank vor die Stufe. Dann sieht man sie nicht mehr.“ Wir dachten, wir haben uns verhört. Ansonsten beliefen sich die Lösungsvorschläge lange auf Schweigen.
Nach mehr als zwei Monaten hatte irgendjemand der Hausfirma Unterlagen gewälzt und festgestellt, dass beim Gießen der Bodenplatte genau an der Stelle, die ausgespart werden sollte, keine Bewehrung vorhanden ist. Nun taten sich wieder ganz neue Optionen auf. Unser Traum war ja, dass das einfach ausgefräst wird und dann ist gut. Nun konnte das endlich getan werden. Ein Glück. Diese Stufe hat uns schon Alpträume beschert.

Die Bodenbeläge: Nur welche?

Am Wochenende hatte es uns in die Baumärkte rings um Werder und Umgebung getrieben. Uns beschäftigt nach wie vor, welchen Pflasterstein wir für unsere spätere Einfahrt nehmen möchten, welches Material wir für unsere Terrasse nächstes Frühjahr verwenden möchten und welches Laminat diesen Winter im Obergeschoss gelegt werden soll.

Das ist gar nicht so einfach. Die Auswahl ist riesig.
Es beginnt mit der Frage, welches Material man haben möchte, welche Farbe man selber mag (das hängt sicher auch von der späteren Gartengestaltung und der Farbgebung des Hauses ab) und nicht zuletzt was man ausgeben möchte.

Begonnen hatten wir in einem Baustoffhandel in Werder. Dort hatten wir uns schöne Anregungen holen können, da das Unternehmen eine kleine Ausstellung angelegt hatte, in der die verschiedenen Pflaster- und Terrassensteine in verschiedenen Anordnungen gezeigt wurden. Leider waren die Steine, die uns gefielen sehr kostspielig. 40 € /qm erschien uns eine Menge Geld. Im nächsten Baumarkt hatten wir dann einen ähnlichen Stein gefunden, der nur knapp die Hälfte kostet.
Wir stellen uns für unser Grundstück/Einfahrt einen gelb-orangenen Stein vor, der hoffentlich gut zu unserem orangefarbenen Häuschen passt. Der Stein darf auch etwas größer sein.

Für die Terrasse sind wir noch nicht fündig geworden. Da unser Haus leicht erhöht steht und wir zusätzlich noch ein wenig Gefälle überwinden müssen, suchen wir noch nach einer intelligenten Lösung, wie das Gefälle verarbeitet werden kann. Die Standard-Pflanzringe, die zur Überwindung von Gefälle genutzt werden können, gefallen mir persönlich gar nicht. An der Stelle suchen wir noch nach einer passenden Lösung und nach passenden Platten, die wir dann verlegen werden.

Da wir eh grad im Baumarkt unterwegs waren, hatten wir noch einen kurzen Abstecher in die Laminat- und Parkettabteilung gemacht. Hier werden wir uns sicher schnell einig. Zu dunkel sollte der Holzton nicht sein, da sonst die Räume schnell klein wirken. Leider bot der Baumarkt nicht das, was uns gefällt. Auch hier suchen wir weiter…
Wir werden weiter berichten.

1 – Die Pflastersteine des Baumarkts // die Orangenen sind unserer Favorit.
2 – Mögliche Terrasseneinfassungen // Alternativen zu den handelsüblichen Pflanzringen
3 – Das kostenintensive Pflaster
4 – Mögliche Terrassenplattenvariante

Der Rohbau: Das Richtfest – Dachstuhl steht, es kann gefeiert werden … 

Am Montag war es endlich soweit. Wir hatten Richtfest. Wir waren schon sehr gespannt, was sich alles auf unserer Baustelle getan hat. Als wir auf den frühen Nachmittag in unsere Straße abbogen, waren wir doch sehr überrascht, das unser Traumschloss mittlerweile die Form eines, nein…, unseres Hauses annimmt. In Natura gefällt es uns noch viel besser als auf Papier.

Pünktlich zum Richtfest stand dann der Dachstuhl. Die Zimmermänner hatten unseren Richtkranz befestigt. Dann ging die Feier los. Wir sind mit aufs Gerüst geklettert, da der Brauch ja vorsieht, dass die künftigen Hausherren einen Nagel im Dachstuhl versenken müssen.
Blöderweise musste jeder von uns beiden einen Nagel versenken. Die Nägel waren echt lang und massiv. Björn hat sich ganz gut angestellt, mein Zielwasser war nach drei Schlägen erschöpft, so dass ich den Nagel nur noch verbogen hatte oder gleich daneben schlug.
Einer der Zimmermänner hielt dann eine Rede, zwischendurch hatten wir immer mal wieder mit unseren Gästen geprostet und ein Schlückchen Sekt getrunken. Am Ende hatten wir die Sektgläser zerschmissen, auch das sieht der Brauch so vor.
Björn hatte noch ein paar schöne Worte gefunden, die er an unsere Gäste gerichtet hatte. Mir blieb ein bisschen die Sprache weg. Vielleicht war ich auch schlecht vorbereitet …oder mein Mann hatte einfach schon alles erzählt 🙂 .

Unsere 4 üblichen Außenansichten.

Mit unseren Gästen haben wir dann gemeinsam das Grundstück und das Haus besichtigt. Ein kleines, rustikales Buffet mit Getränken hat natürlich auch nicht gefehlt.

Im Verlauf des Tages mussten wir uns dann noch für eine Fassadenfarbe entscheiden. Wir wussten, dass wir in Richtung orange möchten. Allerdings ist es herausfordernd, den genauen Ton, den man sich vorstellt anhand eines 25 cm²-Blättchens auf eine komplette Hausfassade zu projizieren. So haben wir uns für Farbe 30041 entschieden 😉 .

Die Sockelfarbe haben wir auch noch bestimmt. Hier dachten wir an ein dunkelgrau. Das sollte zu unseren dunkelgrauen Ziegeln passen.

1 – Fassadenfarbe Weber-Maxit 30041
2 – Sockelfarbe BP 21

Alles in allem war unser Richtfest ein voller Erfolg. Zum einen war es schön, mal wieder die Veränderungen zu sehen. Mit Dachstuhl sieht es fast schon aus wie ein Haus 🙂 . Zum anderen haben wir uns sehr gefreut, dass fast alle unsere Einladung angenommen haben und mit uns gemeinsam angestoßen haben.
Wir waren sehr geplättet von den vielen Geschenken, die wir von unseren Gästen erhalten haben. Unser Gedanke war vielmehr, dass es ein nettes Beisammensein bei einem oder zwei Bierchen wird, aber weit gefehlt. Ihr wart tolle Gäste, wir hoffen dass wir ebenso gute Gastgeber waren. So klang der Abend gen 21 Uhr bei Sonnenuntergang aus…

Nun sind wir gespannt, wie unser Häuschen am Ende der Woche ausschauen wird. Die Giebel werden noch ausgemauert. Die Stützen, die im Moment noch die Decke des Obergeschosses tragen, werden entfernt und das Dach soll gedeckt werden.
Nächste Woche kommen dann die Fenster, die Hauseingangstür und die Schweißbahnen ins Haus.