Der Weg zum Bauvertrag

Die ersten Termine mit unserer künftigen Hausbaufirma bestanden darin, festzuhalten, welchen Haustyp wir uns vorstellen können und welche Sonderwünsche wir haben, um so die Rahmenbedingungen für unseren Vertrag zu schaffen und auch zu schauen, bei welche Summe wir landen. Nachdem wir uns für die zusätzlichen Positionen entschieden hatten, hatten wir auch relativ schnell den Vertragsentwurf in unserem Mailpostfach. Wir hatten den Vertrag selbst natürlich mehrmals gegengelesen, aber auch noch von unserem Onkel, der selbst tiefgehende Erfahrung auf dem Bau hat. Wir hatten schnell festgestellt, dass der Vertrag an sich ein wenig veränderbares Dokument für unsere Hausbaufirma war. Manche Ergänzungen, die wir uns gewünscht hatten, wurden trotzdem ergänzt oder verändert.
Nachdem die Anpassungen eingepflegt wurden, war der Vertrag unterschriftsreif.
Am Tag der Unterzeichnung wurde uns dann eine Flasche Sekt überreicht.
Na dann kanns ja losgehen :-). Fehlt nur noch das Grundstück.

 

erster Vertragsentwurf

  • Gegenlesen
  • Anpassungen im Vertrag
  • Sonderwünsche, welche haben wir tatsächlich genommen)
  • Transparenz und Aufschlüsselung der Kosten
  • Unterschrift (Flasche Sekt zur Unterschrift)

Die Ortssuche

Zu Beginn unserer Suche nach dem perfekten Ort nahmen wir uns eine Karte von Potsdams Umgebung. Wir hatten uns erstmal einen Überblick über die möglichen Optionen geschaffen.

Folgende Punkte waren uns bei der Wahl des Ortes wichtig:
1) Wir wollten beide mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Arbeit kommen. Mein Mann arbeitet in Berlin und ich in Potsdam. Der Berufsverkehr ist eine Katastrophe. Das wollten wir unbedingt vermeiden.

2) Perspektivisch wird der BER vielleicht doch in den nächsten 10-30 Jahren eröffnet. Aus diesem Grund hatten wir uns auch die Flugrouten des künftigen Flughafens angeschaut. Leider fielen dadurch schon viele Orte / Stadtteile weg, die südlich von Berlin sind wie beispielsweise Teltow / Kleinmachnow.

3) Wir wollten eine vernünftige Infrastuktur haben. Kita, Schulen, Einkaufmöglichkeiten und auch eine Auswahl an Restaurants waren uns wichtig.

Mit diesen drei Punkten haben wir uns auf die Suche begeben.
In die vorerst engere Auswahl kamen Michendorf und Werder. In beiden Orten war ich vorher nie bewusst. So begannen wir an einem verregnetem Sonntag die Fahrt Richtung Michendorf. Unsere Beraterin von Town und Country hatte dort auch ein Grundstück im Angebot. Das bot sich also an.
Dort angekommen, waren wir nicht so richtig begeistert. Ich für meinen Teil wusste, dass ich nicht nach Michendorf möchte. Mir hat es einfach nicht zugesagt. Irgendwie war gar nichts los. Der Ort beschränkt sich auf Kita, Schulen, Supermärkte und den Bahnhof. Manch einer mag es, für mich wäre es nichts.
Also ging die Reise weiter nach Werder. Es war wie Schicksal. Auf dem Weg dort hin, hatte die Sonne angefangen zu scheinen. Als wir über das Wasser fuhren, zeigte sich die Stadt gleich in voller Schönheit. Für mich war es Liebe auf den ersten Blick. Die Sonne, die Natur, das Wasser … einfach herrlich. Werder hat natürlich auch einen Bahnhof, relativ viele Einkaufmöglichkeiten, Kitas, Schulen, aber auch Restaurants. Wahrscheinlich hatte ich meinen Mann mit meiner Euphorie angesteckt. Es war ein wunderbares Gefühl zu wissen, wo die Reise hingehen wird und auch vorerst „enden“ wird.

Haus mit Garten: Aber mit wem und wo? (Teil 2)

In den nächsten Gesprächen mit Town und Country schufen wir unser Traumschloss. Interessant war für uns, wie teuer unser Haus werden wird und wie viel Geld wir dann noch für das Grundstück übrig haben.

So hatten wir uns dann entschieden, wie viele qm unser Schloss haben soll und welcher Haustyp es werden sollte. Uns schwebte ein 1 1/2 Geschosser mit ca. 130 qm vor. den passenden Grundriss hatten wir mit dem Flair 125 gefunden.
Aber dann folgten die Detailfragen!
Wir mussten uns entscheiden, ob wir eine bessere Energieeffizienz durch eine dickere Wand haben möchten. Das klang erstmal gut. Aber soll es eine 12 cm dicke Dämmung sein oder doch lieber ein 6 cm dickerer Stein?
Weiter ging es mit dem Kamin.
Eine weitere Option ist eine Drempelerhöhung. Die Außenwände werden hier höher gemauert, die sichtbaren Außenwände im OG verschieben sich dadurch weiter nach außen und auch die Dachschrägen enden auf einem höheren Niveau wie sonst üblich. Das klang für uns ebenfalls nach einer Option, da wir beide recht große Menschen sind und Platz haben möchten, auch im OG.
Weiter ging es im Wunschkonzert mit dem Dachüberstand. Mehr Dachüberstand als er standardmäßig verbaut wird, sieht erstens schick aus und zweitens hat man länger Freude an der Fassade.
Wichtig waren uns auch Rollläden. Im EG wollten wir sie elektrisch betrieben kalkuliert haben, im OG reichte uns die Standardausführung.
Wichtig war uns auch die Fußbodenheizung im kompletten Haus.

Die Wunschliste ist endlos.
Es ging weiter mit der Fensterfarbe, mit der Art von Sprossen, die Fenster haben können und Sicherheitsglas bzw. bessere Verriegelung.
Die Dachsteinfarbe darf man sich aussuchen.
Ein Fliesenpaket, Multimediapakete, Satelitensteine und weiteren unzählige Punkte kann man hinzubuchen. Es war verrückt…

Am Ende hatten wir nicht alle Komponenten mit in unsere Planung aufgenommen, aber vorher priorisiert welche Bausteine uns wichtig sind und auf welche Elemente wir auch verzichten könnten. So wussten wir schnell, was das Haus kosten wird und wieviel gesetztes Budget für das Grundstück verbleibt.

Aus unseren Gesprächen hatten wir dann noch mitgenommen, dass wir uns die Region um Potsdam herum anschauen sollten (Potsdam ist quasi ausverkauft), um herauszufinden, wo die Reise hingeht. Also begaben wir uns auf die Suche…