Das Grundstück: Fluch oder Segen?!

Hier folgt jetzt noch eine kleine Anekdote zu unserem Traum an Grundstück, welches wir ins Auge gefasst hatten.
Bereits im Juni 2014 kam das Grundstück ins Gespräch, für welches wir uns am Ende entschieden hatten. Eigentlich sollte zu dem Zeitpunkt seitens unserer Hausbaufirma alles geregelt werden. Nur kann man nicht alle Eventualitäten ausschließen. So kam es, dass jemand Einspruch gegen die Bebauung eingelegt hatte, kurz bevor der Notartermin für unseren Bauträger anstand. Solche Tatbestände werden von den Ämtern in der Regel geprüft … und das kann dauern.
So verging ein weiteres halbes Jahr, ohne dass für uns sichtbar etwas passierte. Vernünftige Grundstücke, die unseren Vorstellungen entsprachen und nicht mit zu vielen Kompromissen verbunden waren, hat der Markt in der Zwischenzeit auch nicht angeboten. So haarten wir uns im Warten. Darin waren wir nun schon geübt.


Ein oder zwei Tage vor Weihnachten 2014 erhielten wir von unserer Bauberaterin von Town und Country die freudige Botschaft, dass nun alles geregelt ist und dem Kauf des Grundstücks nichts mehr im Wege steht. Das war ein großartiges Weihnachtsgeschenk.
Im Februar hatten wir dann die Reservierungsgebühr für das Grundstück überwiesen und die damit einhergehenden Formalitäten geregelt.
Es folgte eine Tortour aus für uns nicht nachvollziehbaren Verzögerungen, die zum Teil auf Kappe der verschiedenen Notatriate und der Ämter (Bauamt, Grundbuchamt) ging.
So hatte unser Bearbeiter beim Grundbuchamt nach jeder Rückkehr aus dem Urlaub oder Krankheit andere Anforderungen an unseren Bauantrag bzw die später damit verbundenen Eintragungen ins das Grundblatt. Mit jeder neuen Anforderung kam ungünstiger Weise auch eine neue Frist bis zu wann, die Unterlagen vollständig sein sollen, da sonst der Bauantrag abgelehnt wird.
Dummerweise fing irgendwann das Jahr 2016 an und damit die neue ENEV. Bauanträge aus dem alten Jahr waren nicht betroffen. So hofften wir, dass unser Schbearbeiter sich eines Tages besinnt und die Genehmigung verschickt. Ein neuer Bauantrag wäre mit erheblichen, zusätzlichen Kosten verbunden gewesen. Wir hätten komplett einmal in die Planung des Hauses zurück gemusst aufgrund der erhöten Anforderungen an die Häuser.
Das hat uns viele, viele Nerven gekostet und graue Haar gebracht. Gefühlt hängt es sehr am Bearbeiter und vieles wird mit Willkür entschieden, auf die wir als Bauherren einfach keinen Einfluss haben.
Unser Alptraum der Bürokratie endete schließlich am 26.04.2016. An dem Tag hielten wir endlich den Bauantrag in den Händen. Ein ziemlich surreales Gefühl, wenn man die Strapazen davor betrachtet und laut Bauamt und Schreiben von zwei Wochen vorher noch Unterlagen und Informationen fehlten, die aber tatsächlich schon längst dort vorlagen.

Die Baugenehmigung

Am 26.04. war es endlich soweit. Wir hielten unseren Bauantrag in den Händen. Dann kanns ja endlich losgehen 🙂 Das nenn ich mal Geburtstagsgeschenk.