Das Feintuning: Der Außenputz bekommt Farbe

Auf diesen Moment haben wir schon eine ganze Weile gewartet. Zum Richtfest mussten wir uns „spontan“ für eine Fassadenputzfarbe entscheiden … Spontan – Wir wussten, dass wir uns darüber Gedanken machen müssen und hatten auch Recherchen angestellt. Verschiedenste Häuser mit Farbkombinationen wurden damals fotografiert. … Und dann kommt unangekündigt pötzlich beim Richtfest der Moment, an dem man die Farben definieren muss. Das wird dann anhand einiger Muster gemacht, die eine Größe von ein paar Zentimetern haben … 🙂 Da ist eine gute Vorstellungskraft notwendig. Hier noch mal die Musterauswahl von damals …

1 – Fassadenfarbe Weber-Maxit 30041
2 – Sockelfarbe BP 21

Naja … Spannung steigt … So sah es gestern noch aus. Man erkennt schon die Außenputzer beim Abkleben …

Der Außenputz wurde in mehreren Phasen aufgetragen. Nach dem Grundputz musste alles trocknen. Dann folgte ein Putz mit Struktur. Nach einer weiteren Trocknung kommt dann der Farbputz drauf.

Das folgende Bild übersendeten uns heute unsere neuen lieben Nachbarn. In Natura sehen wir es leider erst zum Wochenende. Es war heute bedeckt und die Farben wirken kräftig 😉 … Tata …

Im Nachgang müssen wir nun prüfen, in wie weit die weiße Wetterschutzfarbe der sichtbaren Dachsparren Ihre Farbe „gewechselt“ hat 😉

Der Innenausbau: Abdichtung Leerrohre und Warmwasserisolierung – Teil2

Gestern war mein Engel wieder auf der Baustelle, um sich mit dem Baubegleiter zu treffen. Es sollte der Stand der offenen Mängel festgehalten werden.

Beginnend im Gästebad wurde festgestellt, dass das letzte zu prüfende Leerrohr schon so umbaut wurde, dass es gar nicht mehr geprüft werden kann. Gerade die notwendige Abnahme wurde gefühlt 1000mal mit unserer Bauleiterin durchgesprochen und auch ihrerseits bestätigt … 🙁 Besonders da dieser Mangel schon länger offen ist und wir zur Nachbesserung aufgefordert haben. Sie wollte eigentlich sogar einen Termin zur Abnahme vereinbaren. Alles ein wenig ärgerlich. Manchmal denkt man, man ist im falschen Film. (Im Nachgang informierte uns unsere Bauleiterin, dass sie das ausführende Gewerk vor der Schließung der Vorwand zur ordnungsgemäßen Durchführung „befragt“ hatte … Hmmmm … Den Puls meiner Frau könnt Ihr Euch vorstellen 😉 )

Sich ärgern hilft ja alles nichts … Das Öffnen der Vorwand hätten wir leider nicht mehr mit unserem Akku-Schrauber machen können, da alles schon verputzt wurde. Kurzer Hand war aber unser Baubegleiter flexibel … Er schaut es sich beim nächsten Mal zur Estrichtrocknungsphase an. Er wird dann ein kleines Loch in die Vorwand bohren und mit einer Kamera reinschauen … Wir sind gespannt und werden berichten.

Zusätzlich zu den Leerrohren wurde die Isolierung der Warmwasserleitungen bemängelt. Wie schon früher geschildert könnte es hier zu einer Kältebrücke kommen. Daher sollte eine entsprechende Dämmung der Rohre durchgeführt werden. Unser Sanitärmonteur sah dies ein wenig anders. Es fanden entsprechende Fachgespräche zwischen dem Monteur und unserem Baubegleiter statt. Dies wurde mit den entsprechenden Normen begründet.

Letztendlich wurde die Isolierung umfangreicher durchgeführt …

Wenn wir schon bei kleineren Mängeln sind … Die Dachdecker hatten ein / zwei Latten, die die Ziegel „tragen“, leider nicht so super fachgerecht angebracht. Hier waren ein paar Enden zersplißen. Dies hätte die Ziegel in ungünstigen Fällen nicht richtig getragen. Nach einer Beanstandung wurde dies aber nun korrigiert.

Der Innenausbau: Probleme – Lichtschalter im KZ und Stufe im Bad

Kein Hausbau wird gänzlich ohne Probleme ablaufen. So gab es auch bei uns ein paar kleinere und größere Kleinigkeiten, die nicht so super gelaufen sind und in unseren Augen auch nicht schön gelöst wurden seitens unserer Hausbaufirma.

Ein Thema, welches wir bereits in der Planung angesprochen hatten, war der Lichtschalter zwischen Tür und Schornstein im Kinderzimmer. Schon auf dem Papier sah es so aus, dass der Platz für einen Lichtschalter ziemlich eng bemessen ist. Im Planungsgespräch wurde uns gesagt, dass es ein Standardhaus sei und natürlich passt.
Hmmm…nun ist der Trockenbau mittlerweile fertig und der Termin mit dem Elektriker fand auch statt. Er war sprachlos, wie man sowas im Standard bauen kann. Der Platz für den Lichtschalter hat natürlich nicht gereicht. Die Frage ist nun, wohin mit dem Lichtschalter. Hinter die Tür? Oder doch in den Flur? Macht doch beides keinen Sinn.
Wir sind nun so verblieben, dass der Türrahmen auf der Seite, wo der Lichtschalter auch ursprünglich angedacht war, ein bisschen schmaler gemacht wird.
Wir schütteln noch immer mit dem Kopf.
Wären wir uns dem Problem bewusst gewesen, hätten wir den Schornstein 5 cm versetzt geplant.

Ein weiteres durchaus noch spannenderes Thema war das Entlüftungsrohr der Gästebadtoilette, welches ins obere Bad führt, was soweit ja auch Sinn macht. Problem ist hier, dass die Wände der beiden Bäder nicht exakt aufeinander verlaufen. Deshalb muss das besagte Rohr einen Knick machen, um oben nicht mitten im Raum zu stehen.
Auch hier hatten wir im Planungsgespräch nachgefragt, ob der Knick im Boden verschwinden kann. War alles kein Problem … in der Theorie.
Der Bau ging los, die Zwischendecke wurde gegossen, leider aber ohne Aussparrung. Erst die Sani-Firma macht uns darauf aufmerksam, dass wir hier nun die Wahl haben, eine Stufe hinten an der Wand zu haben oder eben eine Monster Vorwand, die das Rohr ummantelt und die komplette Höhe des Raums einnimmt. Ähm…wir dachten beide, dass wir uns verhört haben. Mein Mann fragte auch nochmal nach „geht nicht … Oder eher … Geht jetzt nicht mehr“ und der nette Herr von der Sani-Firma meinte: „Geht jetzt nicht mehr“. Geilomat!!! Geplant war schließlich etwas anderes und das war für uns schon eine größere Sache, da es einfach hässlich, unpraktisch und vermeidbar gewesen wäre.
Auch die Trockenbauer waren erschüttert von der Fehlplanung. Sie meinten zur Bauleiterin: „Ist das Euer Ernst? Das ist ein Neubau und kein Altbau? Wer hat denn so was geplant … Eher verplant?“ Auch wir hatten unzählige Telefonate mit unserer Bauleitung. Ein Lösungsvorschlag, der uns noch hängengeblieben ist, „Stellen Sie doch einen Schrank vor die Stufe. Dann sieht man sie nicht mehr.“ Wir dachten, wir haben uns verhört. Ansonsten beliefen sich die Lösungsvorschläge lange auf Schweigen.
Nach mehr als zwei Monaten hatte irgendjemand der Hausfirma Unterlagen gewälzt und festgestellt, dass beim Gießen der Bodenplatte genau an der Stelle, die ausgespart werden sollte, keine Bewehrung vorhanden ist. Nun taten sich wieder ganz neue Optionen auf. Unser Traum war ja, dass das einfach ausgefräst wird und dann ist gut. Nun konnte das endlich getan werden. Ein Glück. Diese Stufe hat uns schon Alpträume beschert.